Im ersten rosa Streifen am Himmel werden Türen leise geöffnet, damit die Wärme bleibt. Der Atem dampft, die Hühner scharren, und irgendwo antwortet eine ferne Kuhglocke. Bevor Worte fallen, prüft jemand das Holz, rührt den Vorteig, beobachtet Wolkenränder und dankt dem stillen Licht für einen gelassenen Beginn.
Wenn die Sonne endlich über den Grat kippt, entstehen wandernde Inseln der Wärme, in denen Werkzeuge trocknen und Münder lauter werden. Man setzt sich an schattige Mauern, zählt Krähen, repariert Riemen. Ein gemeinsamer Teller Suppe bringt den Körper zurück in ruhige, tragende Kräfte für den nächsten Abschnitt.
Wenn im Tal die Fenster zu leuchten beginnen, wird oben das Holz noch einmal nachgelegt. Die Hände riechen nach Harz, die Gedanken nach Wetter und Wegen von morgen. Ein paar Zeilen ins Heft, Glut ordnen, Türen verriegeln, und der Mond übernimmt das Wachen über Mensch, Vieh und Werkzeug.
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